Boden-Monitoring und Dauerbeobachtungsflächen

Das Bild zeigt ein Waldbodenprofil aus dem Waldzustandsbericht 2011 mit der Aufschrift "Kohlenstoffspeicherung in Waldökosystemen"
Waldbodenprofil aus dem Waldzustandsbericht 2011

Die Bodendauerbeobachtung ist ein Instrument zur langfristigen Überwachung der Veränderungen von Bodenzuständen und Bodenfunktionen im Sinne des Bundes-Bodenschutzgesetzes. Die Boden-Dauerbeobachtungsflächen sind dabei ein Bestandteil einer medienübergreifenden - Luft, Klima, Boden, Bodenlebewelt, Wasser - Ökosystemforschung.

Die  Bodendauerbeobachtung verfolgt dabei die folgenden Ziele: Beschreibung des aktuellen Zustandes der Böden, Erfassung und Dokumentation von Veränderungen der  Böden und der Bodenfunktionen, Verbesserung von Ökosystem-Boden-Prozessverständnissen und Ableitung von Prognosen zukünftiger Entwicklungen.

Um eine länderübergreifende Auswertung der Bodenzustände zu ermöglichen, wurden schon Mitte der 80er Jahre die Anforderungen an den Aufbau und Betrieb von Dauerbeobachtungsflächen BDF bundesweit harmonisiert. Dabei wird zwischen einer kontinuierlichen Intensiv-Bodendauerbeobachtung und einer Basis-Bodendauerbeobachtung unterschieden.

Seit 1983 betreibt die  Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft in Trippstadt (FAWF) an ausgewählten Standorten in Waldökosystemen Versuchs- und Forschungsflächen mit unterschiedlicher Ausstattung und Intensität. Von 2008 bis 2010 wurden im Auftrag des ehemaligen Landesamtes für Umwelt, Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht (LUWG) an 16 forstlichen Umweltkontrollflächen zusätzliche Bodenuntersuchungen ausgeführt, so dass Rheinland-Pfalz über Boden-Dauerbeobachtungsflächen nach dem bundesdeutschen Standard verfügt. Die Boden-Dauerbeobachtungsflächen RP sind damit ein Bestandteil der forstlichen Dauerbeobachtungs- und Umweltkontrollflächen. Diese Flächen sind von waldbaulichen Maßnahmen ausgenommen, so dass lokale Effekte der Bodenveränderung und Schadstoffzufuhr weitgehend ausgeschlossen sind.   


Das Bild zeigt das Deckblatt des LUWG-Berichts "Statusbeprobung von Bodendauerbeobachtungsflächen in Rheinland-Pfalz" von 2012
Deckblatt LUWG-Bericht "Statusbeprobung von Bodendauerbeobachtungsflächen in Rheinland-Pfalz" von 2012

An allen Standorten wird der Waldentwicklungszustand erfasst, an insgesamt 14 Stationen werden mittels sogenannter Depositionsmessungen die tatsächlich in die Waldökosysteme eingetragenen luftbürtigen Schadstoffmengen im Vergleich zu Freiflächen – diese sind  wegen Auskämmeffekte im Kronenraum deutlich erhöht - ermittelt. An zwei intensiv bearbeiteten Standorten erfolgt durch die zusätzliche Erfassung des Wasserhaushaltes sowie einer Ein- und Austragsbilanzierung charakteristischer Bioelemente eine langfristige Intensiv-Bodendauerbeobachtung hinsichtlich der Auswirkung der luftbürtigen Deposition. Die Untersuchungen zur Bodendauerbeobachtung wurden vom Landesamt für Geologie und Bergbau RP im Auftrag des Landesamtes für Umwelt, Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht (LUWG) in enger Abstimmung mit der Forstverwaltung RP ausgeführt. 

Bei den eingerichteten Flächen handelt es sich um eine Basis-Bodendauerbeobachtung mit dem Zweck der Erfassung von Bodenmerkmalen und deren Veränderung im Rahmen periodischer Erhebungen. Für Rheinland-Pfalz liegt mit der vorliegenden Statusbericht der Bodenuntersuchungen des LUWG von 2012 eine umfassende Ausgangserfassung vor.
Nähere Informationen sowie die vollständige Dokumentation aller 16 BDF-Flächen sind der Internetseite des LGB zu entnehmen.